Das Ende der Abrüstung – Weltuntergang 2012?

Eine Welt am Ende der Abrüstung

– oder die Rückkehr zum „kalten Krieg“?

 © mizztroublemaker – November 2011

Beobachtet man die weltpolitische Lage derzeit, so fühlt man sich immer mehr in vergangene Zeiten zurückgedrängt.

Die USA, in Form der NATO, interveniert mittlerweile nicht nur in Europa, sondern auch in vielen arabischen Ländern. Technisches, politisches, militärisches und wirtschaftliches Interesse steht weit im Vordergrund und der weltweite Einfluss der Vereinigten Staaten von Amerika scheint längst wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.

Die sogenannte „Amerikanisierung“ hat Deutschland schon lange hinter sich. Dies betrifft nicht nur den kopierten Lebensstil der Amerikaner – nämlich Massenkonsum, Massenproduktion und eine verschwenderische Art und Weise – sondern auch die Etablierung sogenannter „Anglizismen“ in unserer deutschen Sprache [beginnend schon bei „Computer“, „E-mail“, „Laptop“, „downloaden“, „updaten“, „cool“, „fake“ und so weiter].

Bedingt durch das adaptierte Konsumverhalten, florierten auch „Fast-Food Ketten“ wie „Mc Donalds“, „Burger King“, oder „Subway“ schnell in Deutschland.

Bereits in viel früherer Zeit erlangte die USA unsere Aufmerksamkeit und Interesse durch die Verbreitung von „Jazz“, „Hollywood Produktionen“, bestimmten Sportarten, wie „Baseball“, „Basketball“, „Football“ etc. und als bald zelebrierte man in Deutschland sogar deren Feiertage, wie beispielsweise „Halloween“ und „Thanksgiving“.

Aus heutiger Sicht ist die „amerikanische Popkultur“ wohl kaum mehr wegzudenken und große Handelsketten orientieren sich am Vorbild der „Marketingstrategien made in USA“.

In wie weit Deutschland bereits von der „Amerikanisierung“ betroffen ist, erkennt man unschwer auch an politischen Entwicklungen.

Während Kritiker darauf hinweisen, dass die immer gravierenderen Veränderungen hinsichtlich Wahlkampfführung und „Image-Visualisierung“ eher auf den Fortschritt der technischen Möglichkeiten zurückzuführen sind, ähneln diese Strukturen dennoch weitestgehend dem amerikanischen System.

Statt das Augenmerk auf politische Parteien und deren Konzepte zu legen, rückt die Popularität eines Kandidaten und somit sein „Image“ immer mehr in den Mittelpunkt. Eine perfekte Medieninszenierung, sowie die damit verbundene „Medientauglichkeit“ des Anwärters erscheint von höherer Rangordnung, als die von ihm vertretenen, politischen Vorschläge.

Die Bevölkerung will keinen langweiligen Bericht über mögliche Veränderungen, oder Konzipierungen eines Parteiprogrammes sehen, sondern viel lieber einen repräsentativen, gut gekleideten und von den Medien perfekt in Szene gesetzten Kandidaten. Ganz nach dem Vorbild Arnold Schwarzenegger – welcher, aus meiner subjektiven Sicht, damals auch nur durch sein „Image des strahlenden, muskelbepackten Terminators“ zu seinem Amt kam.

Unter Berücksichtigung anderer Berichte meinerseits, fällt mein Zuspruch an die Medien auch an dieser Stelle ernüchternd aus.

Die Jagd auf Skandale und Einschaltquoten, die korrupte „Image-Aufbesserung“ von Politikern und somit die Steuerung der allgemeinen Meinung sind nicht vereinbar damit, dass solch sensible Themen, die Regierung betreffend, sachlicher und vor allem realistischer angegangen werden müssen.

Wenn ein Familienausflug bei Mc Donalds endet, „die Simpsons“ zum alltäglichen Pflichtprogramm gehören, „download“ zwar im Sprachgebrauch angewendet, aber nicht mehr verschriftlicht werden kann, oder mehr Wissen über das „World Trade Center“ als über „Die Berliner Mauer“ vorhanden ist, mangelt es hier eindeutig nicht nur an deutscher Wertvorstellung und Kultur, sondern auch an dringend notwendiger Allgemeinbildung – was durch mediale „Verblödung“ und Fokussierung von Oberflächlichkeiten nicht wesentlich gefördert wird.

Wenden wir uns einmal aktuellen Ereignissen aus der arabischen Welt zu, so fällt auf, dass dort gerade eine Veränderung stattfindet.

Menschen gehen auf die Straße, protestieren für mehr Rechte, mehr politisches Mitspracherecht, Freiheit und in gewisser Weise „Demokratie“.

Sie wollen sich von alten Strukturen lösen, in denen Kapitalismus und Korruption noch eine große Rolle spielten. Sie fordern gleiches Recht für alle, bessere Bildungsmöglichkeiten, mehr Geld, einen höheren Lebensstandard.

Eigentlich alles, was man ihnen in „westlichen Industriestaaten“ längst vorlebt.

Flog man vor einigen Jahren als deutscher Staatsbürger in ein (in diesem Fall arabisches) dritte Welt Land, um dort 2 Wochen Cluburlaub in einem fünf Sterne Hotel zu verbringen, wurde man von den Hotelangestellten und Bürgern des Landes als finanziell wohlhabend betrachtet, modern gekleidet noch dazu und mit einer besonderen Weltoffenheit.

Der durchschnittliche Barkeeper dort verdiente vielleicht ein Drittel von dem, was der westliche Tourist in 2 Wochen an Auslagen für Alkohol, Ausflüge und Souvenirs ausgab. Und eben dies wurde ihm Tag für Tag, Woche für Woche und Monat für Monat, den er dort arbeitete, vor Augen gehalten.

Woher also die Einstellung kommt, dass im „Westen“ mehr Geld verdient wird, die Menschen viel offener und die Arbeit viel leichter sein muss, wenn man sich 2 Wochen „High-Class Urlaub“ leisten konnte, liegt auf der Hand.

So wie uns, besonders nach dem zweiten Weltkrieg, der „american dream“ schmackhaft gemacht wurde und man gezielt, mit allen Mitteln, die deutsche Bevölkerung davon überzeugte, dass es sich auf amerikanische Art viel angenehmer leben lässt und alles im Überfluss vorhanden ist, lebten wir also jahrelang arabischen Staaten einen ähnlichen Lebensstil vor – die „Amerikanisierung“ nahm ihren Lauf.

Die Eingliederung von zuvor genannten Fast-Food Restaurants schritt auch in arabischen Ländern rasanter voran und sah man zu früheren Zeiten noch traditionelle und orientalische Restaurants in Ägypten, so ist in vielen – gerade touristischen – Gebieten nun nur noch der arabische Mc Donalds-Schriftzug übergeblieben, der an eine andere Kultur erinnert.

Jedoch auch in „unberührten“ Gegenden, wird man kaum einen Ort entdecken, an dem nicht mindestens eine Dose, oder Flasche mit der Aufschrift „Coca Cola“ zu finden ist.

Bliebe also festzuhalten: Amerika bedeutet Konsumverhalten, Luxusgüter und „High-Life“. Übertragen auf die weitestgehend „amerikanisierten“ Länder des Westens bedeutet dies wiederum: Der Westen ist gleichzusetzen mit Luxus, Geld und Überfluss – aus Sicht eines dritte Welt Landes also: Westen bedeutet alles, was man sich wünscht und im eigenen Land nicht, oder zu wenig vorhanden ist.

Aus politischer Sicht ließe sich nun schließen, dass die Unruhen auf der arabischen Halbinsel und die Proteste, Ausschreitungen, bis hin zu Morden und Hinrichtungen bestimmter Staatsmänner anscheinend auf Forderungen nach einer westlichen Lebensweise beruhen.

Augenscheinlich haben westliche Industriestaaten genau das, was arabische Revolutionsbewegungen fordern.

Es gibt politisches Mitspracherecht, höhere Einkommen, bessere Lebensbedingungen und weniger Korruption – wie gesagt, augenscheinlich.

Jahrelanges Beobachten der westlichen Touristen und den von ihnen mitgebrachten Wertvorstellungen und Traditionen, animierten eventuell einige Aufrührer der Proteste zum Nachdenken und zu dem Befund, dass all dieser Luxus scheinbar nur gegeben sein kann, wenn man ein westliches Regierungssystem anstrebt: Die Demokratie.

In wie weit es Vorahnungen bezüglich der Geschehnisse gab, vermag ich nicht zu beurteilen – dennoch scheint es mir, als liefe es in Ägypten beispielsweise mehr nach Plan, als in Libyen.

Hinter „Amerikanisierung“ steht viel mehr, als ein rein kultureller Aspekt, welcher Luxus und Freiheit verspricht.

Hinter „Amerikanisierung“ steht auch das Interesse, die eigene Staatsform weltweit als Vorbild zu erschaffen und andere Länder weitestgehend damit zu infizieren. Wobei erwähnt sei, dass die USA ein präsidentielles Regierungssystem verfolgt, wobei das Volk sowohl an Parlaments-, als auch Präsidentenwahl beteiligt ist.

„Amerikanisierung“ spiegelt jedoch nicht nur Kultur und Lebensstil der amerikanischen Bevölkerung wider, sondern ebenfalls die Entwicklung, sowie Durchsetzung von weltweiten Interessen und Machtansprüchen. Um dies zu rechtfertigen, bzw. Argumente dafür zu liefern, dass die USA weltpolitischen Einfluss hat und durchaus als Ideal gewertet werden soll, festigte man seine Ziele durch geschickte Formulierungen, wie: „war on terrorism“, „war on drugs“ und „war on poverty“.

Hinsichtlich der arabischen Entwicklung, machte Libyens Staatsoberhaupt Muammar Al-Gaddafi zunächst einen Strich durch das westliche Demokratieverständnis, wogegen die Ägypter sich etwas schneller beeinflussen ließen und Hosny Mubarak letztlich keine andere Wahl blieb, als von seinem Posten als autokratischer Präsidenten zurückzutreten.

Die protestierende Mehrheit entschied sich für eine militärisch geführte Übergangsregierung und berief sich dabei auf die Pflichten der Armee, nämlich im Interesse des Volkes zu handeln. Jedoch kristallisierte sich bald heraus, dass ein Militärregime kaum effektiver zu sein schien, als die Führung Mubaraks, denn die Wurzeln seines erheblichen Einflusses auf die Armee sitzen noch immer sehr tief. Dies hatte zur Folge, dass die Ägypter erneut auf die Straßen gingen, um dieses Mal den Militärrat zum Rücktritt zu bewegen.

Die Proteste blieben nicht ohne Folgen und so kam es zu erneuten Ausschreitungen, Toten und Chaos – jedoch auch zum Kabinettsrücktritt.

Kritikern zufolge wird das Militär allerdings so schnell nicht aufgeben und die anvisierte Präsidentschaftswahl weiterhin bis zum Sommer 2012 hinauszögern – denn andere Länder wie z.B. Israel und USA sind möglicherweise „getarnt“ involviert und wie so oft, scheint auch hier Geld eine maßgebliche Rolle zu spielen, um das ägyptische Volk solange hinzuhalten, bis es sich auf eine Führung einigt, mit der Israel, gestützt von Seiten Amerikas, gut leben kann und sich nicht auf „radikale Parteien“ einlassen muss, welche den Friedensvertrag gefährden würden, oder gar zu „islamistisch“ denken könnten.

Nicht umsonst wurde Mubarak von Seiten Israel stets für seine „Knebelung“ der Muslim-Brüder hoch geschätzt.

Angesichts vorhergegangener Indizien, bestätigt sich der „weltpolitische Einfluss“ der USA, sowie deren generelle „Weltmachtstellung“ und allgegenwärtige Präsenz. Mit einer Ausnahme: Russland, oder: Der Russischen Föderation.

Das flächenmäßig größte Land der Erde bestritt – hinsichtlich des arabischen Frühlings – bisher eine weitestgehend unauffällige Position in unseren Medien.

Nachdem Vladimir Putin sein Amt des Präsidenten an Dmitri Medvedev abgab, ermöglichte es ihm die russische Staatsform einer semipräsidialen Republik, dass er weiterhin als Regierungschef ein Amt von höchster Priorität ausführen kann und es wird bereits angedeutet, dass er bei der nächsten Präsidentschaftswahl erneut in Betracht gezogen werden könnte.

Die Russische Föderation, welche vor Auflösung der Sowjetunion noch durch die kommunistische Partei beherrscht wurde, erlangte erst unter Boris Jelzin die Privatisierung von Unternehmen, politisches Mitspracherecht, sowie mehr persönliche Freiheiten. Obwohl die bislang vom Kommunismus zentralisierte Wirtschaftsplanung durch Jelzin aufgegeben wurde, empfanden und empfinden noch heute viele russische Staatsbürger diese „Lockerung“ als unberechenbare Destabilisierung der staatlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ordnung, welche ihnen Sicherheit und Stabilität garantiert hatte.

Vladimir Putin war es, der durch Meinungs- und Pressezensur die Aufmerksamkeit westlicher Medien erheblich steigerte und von internationalen Bürgerrechtsorganisationen heftig kritisiert wurde.

Die russische Föderation ist im Besitz von drei landesweit sendenden TV-Stationen, welche ausschließlich unter staatlicher Kontrolle stehen. Bei Radiosendern findet eine vergleichbare Überwachung des Staates statt.

Weiterhin erwähnenswert ist es, dass der Russische Staat als „Atommacht“ gilt, welcher mit 5200 nuklearen Sprengköpfen die weltweite Rangliste anführt.

Auf wirtschaftlicher Ebene profitiert Russland maßgeblich vom eigenen Energie- und Rohstoffsektor, d.h. sowohl von Erdöl als auch Erdgas – wobei Deutschland als wichtigster Handelspartner gesehen wird und Russland de facto größter Rohöllieferant Deutschlands ist.

Zurückführend auf das eigentliche Thema, stellt sich die Frage: Was genau hat Russland mit dem Nahen Osten zu tun?

Während man in deutscher Berichterstattung minimalistisch erwähnte, dass russische Kriegsschiffe gen Syrien manövriert wurden, steigerte sich das Interesse an diesem Thema in den englischen und amerikanischen Medien erheblich und als bald tauchten Meldungen über amerikanische Kriegsschiffe auf, welche ebenfalls den Nahen Osten ansteuerten. Sogar chinesische Medien fixierten dieses heikle Thema kurzzeitig und es ergaben sich Berichterstattungen seitens des chinesischen Online-Portals Xinhua über die Positionierung der russischen Kriegsschiffe und der damit eindeutigen Stellungnahme zu einer eventuellen NATO-Intervention in diesem Bereich.

Russland dementierte zunächst bestimmte Absichten der Entsendung dieser Schiffe und berief sich auf seinen ohne hin dort ansässigen Flottenstützpunkt an der syrischen Küste, welcher zugleich eine strategisch wichtige Position inne hat, da Russland derzeit nur über diesen Hafen am Mittelmeer verfügen kann.

Russland beteiligt sich in etwa seit 2007 intensiver an der Nahost Politik. Zunächst durch den Ausbau von Wirtschafts- und Handelsbeziehungen, sowie durch die Ausarbeitung einer palästinensisch-israelischen Friedenslösung – womit sich Russland einen Platz als „globale Ordnungsmacht“ im Nahen/Mittleren Osten sicherte.

Durch erhebliche Waffenlieferungen, unter anderem nach Syrien, machte Russland sich bei arabischen Staaten populär und wurde schon fast umworben. Die russische Regierung rechtfertigte ihr reges Treiben im Nahen Osten meist mit „Reformgedanken“ und „Förderung von politischen Beziehungen“.

Durch die Beteiligung am Wiederaufbaus des Libanons machte Russland erneut seinen Standpunkt deutlich und versuchte, sich als „internationaler Konfliktlöser“ beliebt zu machen.

Bedeutsam erscheint mir ebenso die russische Sympathie gegenüber dem Iran und seiner Islamischen Republik – nicht etwa um den Iran als Atommacht zu etablieren, sondern viel mehr aufgrund strategischer und übereinstimmender Interessen: Das Weltmachtstreben der USA einzudämmen und die Anzahl der Atommächte weiterhin zu begrenzen – in eigenem Interesse.

Um eventuellen „Missverständnissen“ vorzubeugen und klarzustellen, dass Russland sich nicht auf eine Seite stellt, wird die russische Position im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen durchaus ernst genommen – dennoch mangelt es vermehrt an Vertrauen in russische Taktiken und Handlungen, da kritisiert wird, dass Russland „Sonderinteressen“ verfolge und einige Handelsbeziehungen mit Arabischen Staaten nicht neutral gepflegt werden, sondern schlicht und einfach dazu dienen, den internationalen „Großmacht-Status“ zu präsentieren und größeren Einfluss zu gewinnen.

Während die USA weitestgehend versagt hat, was beispielsweise den Irak, Afghanistan, Palästina und Libyen angeht – behielt Russland „alle Eisen im Feuer“ und nutzte seine Chancen, nachdem das Ansehen der Amerikaner gesunken war.

Russland, Deutschland und China waren es, die sich der Stimme bezüglich der Libyen-Resolution enthielten und dadurch allerdings unglücklicherweise trotzdem den NATO-Luftangriff ermöglichten.

Die grauenhaften Bilder des dadurch entstandenen Massakers wurden von Russland scharf kritisiert und zensiert,

Vladimir Putin war der einzige, der öffentlich und international Stellung bezog und die brutale Exekution Gaddafi’s und das zur Schau stellen seiner Leiche, sowie der seines Sohnes und Verteidigungsministers verurteilte.

Käme es also nun bezüglich Syriens erneut zu einer Resolution und somit einem Einschreiten der NATO, so ist von russischer Seite keine Zustimmung zu erwarten.

Russland vertritt derzeit die Ansicht, dass die Situation in Syrien keine Bedrohung für den internationalen Frieden und die Sicherheit darstelle und ein NATO-Einsatz ebenfalls den Iran ins Wanken bringen könnte, was wohl möglich unvorhersehbare Folgen hätte.

In Anbetracht des Kalten Krieges, welcher sich nach dem Ende des zweiten Weltkrieges zwischen den Westmächten (besonders den USA) und dem Ostblock (damals unter Führung der Sowjetunion) entwickelte, so könnte man heutzutage einige Parallelen ziehen.

Damals legten beide Seiten gesteigerten Wert darauf, militärisch, politisch und wirtschaftlich aufzurüsten, um den Einfluss des Konkurrenten weltweit zu dezimieren und zurückzudrängen. Durch gezielte Desinformation, Propaganda, sowie Spionageakte wurde der Kalte Krieg geprägt.

Während die USA beispielsweise aktiv am Vietnamkrieg beteiligt war, schlug Russland sich auf Seiten der Gegner und unterstützte diese mit Geld, Waffen und Informationen.

Zwar hatte der Kalte Krieg auch einen technischen Fortschritt zur Folge und förderte neue Forschungsfelder, vor allem in Biologie und Chemie – doch letztlich vor dem Hintergrund eines möglichen Krieges.

Übertragen auf die heutige Zeit, finden ähnliche Prozesse statt.

Während die USA sich erfolglos in einer Demokratisierung u.a. des Iraks versuchte, wovon sie sich erhofften, dass sich das neue Regierungssystem dort verbreiten würde und somit auch der amerikanische Einfluss wachsen könnte, knüpfte Russland immer mehr Kontakte und Beziehungen zum Nahen Osten und fand letztlich – nicht nur durch Waffenhandel, sondern auch Sympathie – größere Anerkennung, als der Westen.

Durch den NATO-Einsatz in Libyen verschärfte sich die Lage und da Russland sich praktisch hintergangen fühlte und ein selbiges Schicksal für Syrien nicht dulden wird, befinden sich zwei „Weltmächte“ an einem Punkt, an dem sie nach meiner Auffassung schon einmal waren.

Während oben erwähnte russische Kriegsschiffe nicht nur Eigenbedarf in syrische Gewässer transportierten, ist davon auszugehen, dass Russland ebenfalls Luftabwehrsysteme zum Schutze Syriens vor eventuellen Luftangriffen der NATO installiert. Weiterhin ist die Rede von einem modernen Radarsystem, welches auch Truppenbewegungen oder Flugzeuge außerhalb Syriens erfassen könnte.

Ein weiterführender Link dazu:

http://www.politaia.org/israel/russland-rustet-syrien-mit-raketenabwehrsystem-aus/

Die Ausrüstung einiger europäischer Länder mit Raketenabwehrsystemen von Seiten der USA/NATO führt auch ohne den „Arabischen Aspekt“ zu Differenzen zwischen den beiden selbsternannten „Weltmächten“.

Während der russische Präsident Medvedev aktuell sogar einen Ausstieg aus dem atomaren Abrüstungsvertrag mit den USA für möglich hält, sofern die NATO einen Alleingang durchführe, bleibt diese gelassen und sieht keinen Grund für ein gemeinsames Projekt.

Russland fordert eine vertragliche Vereinbarung, dass das NATO-Verteidigungssystem nicht gegen Moskau gerichtet wird – was von amerikanischer Seite jedoch abgelehnt wird.

Zwar könne man sich zwei „miteinander verbundene“ Systeme vorstellen, jedoch solle jeder selbst über den Abschuss von Luftabwehrraketen entscheiden.

Russland befürwortet allerdings ein System mit einem gemeinsamen Gefechtsstand – was meiner Ansicht nach absolut richtig ist.

Mehr dazu:

http://www.fr-online.de/politik/streit-um-raketenabwehr-moskau-droht-mit-austritt-aus-ruestungsabkommen,1472596,8632474.html

Letztlich liegt es wohl kaum im Ermessen eines kleinen Landes wie Deutschland, wer sich wo, wie und wann in welche Angelegenheit einmischen darf, oder auch nicht.

Trotzdem sollten wir noch immer eigenständige Entscheidungen treffen und nicht blind den NATO-Vorstellungen folgen.

Russland hat dieser Tage deutlich gemacht, dass längst nicht alle mit der hetzerischen Kriegspropaganda einverstanden sind und man sich nicht aus Gruppenzwang an etwas beteiligen muss.

Fest steht trotzdem, dass wenn die NATO nicht in naher Zukunft einlenkt und ein Entgegenkommen zeigt, Russland zum neuen „Kalten Krieg“ läuten wird und sollte es tatsächlich irgendwann einen dritten Weltkrieg geben, so wird dieser die Menschheit vermutlich atomar auslöschen – was uns hoffentlich erspart bleibt und dennoch den „Weltuntergang 2012“ verdächtig real werden lässt…

© mizztroublemaker – 27. November 2011

© 2011 – by mizztroublemaker.wordpress.com

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